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Das Beste draus machen!

Autorenbild: Sandra Bittner
Sandra Bittner
19. Mai
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 3. Juli

Neulich bei einer Wanderung ist mir ein Baum aufgefallen. Er wuchs an einer sehr steilen, felsigen Wand und hatte sicherlich schon einige Jahre auf dem Buckel (oder auf dem Ast?). Dass er dort überlebt hat, beeindruckte mich. Die Natur ist einfach bemerkenswert, dachte ich und ging weiter - aber nicht ohne ein Foto zu machen.


Wide angle view of a serene forest landscape

Die Lebensbedingungen annehmen


Erst später ist mir aufgefallen, dass der Baum etwas gemacht hat, was wir Menschen häufig verlernt haben: Die Bedingungen so anzunehmen, wie sie sind und das Beste daraus zu machen.

Der Baum stellt sich nicht hin und beschwert sich darüber, dass der Samen auf einen felsigen Untergrund gefallen ist und er darauf gar nicht wachsen kann. Er bemängelt nicht den Wind, der dafür hätte sorgen können, dass er an einem anderen Ort gelandet wäre. Er schimpft auch nicht auf die Natur, die ihren Fels an einem anderen Ort hätte platzieren können.

Stattdessen macht er Folgendes: er wächst und wächst und wächst. Und wenn er droht umzukippen und den Halt zu verlieren, erweitert er seine Wurzeln oder wächst in eine andere Richtung. Er passt sich der Umgebung an und nutzt sie unter den gegebenen Umständen bestmöglich.


Der Vergleich hinkt


Fair enough - der Vergleich hinkt etwas, denn der Baum steht fest und kann nicht weggehen. Ich finde es dennoch spannend, diesen Gedanken auf uns Menschen zu übertragen:


Statt sich daran aufzureiben, was alles nicht geht, wie blöd ein anderer Mensch oder Arbeitskolleg:innen sind, könnten wir es der Natur gleich machen: Akzeptieren, dass es so ist, wie es ist und das Beste unter den gegebenen Umständen machen.


Denn: Wir können häufig das "Was" nicht verändern, genauso wie der Baum seinen Standort nicht ändern kann. Was wir gleichzeitig können, ist unseren Blick, also das "Wie" zu verändern. Dies ist die Freiheit, die wir haben und die wir jeden Tag nutzen sollten. Um unter den gegebenen Umständen bestmöglich zu leben.


Kleine Übung für den Alltag


Nächstes Mal, wenn du mit einer Arbeitskollegin oder einem Arbeitskollegen zusammenarbeiten sollst, die oder den Du nicht magst, dann überleg Dir 5 Dinge, die Du an dem Menschen schätzt, bevor Du in den Kontakt gehst. Und dann sag Dir innerlich: "Jeder Mensch tut das Beste, was er tun kann."



 
 
 

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